Samstag, 3. September 2011

SAMSTAG - SATURNTAG

saturn ist mein freund! ich weiß, die meisten mögen ihn nicht und nennen ihn den einenger, den spaßverderber, oder gar den "sensenmann" mit dem stundenglas.



mir gefällt seine art mir zu zeigen, dass ich ernst genommen werde, dass meine ahnen hinter mir stehen wenn's brenzlig wird, dass ich die zeit hier auf erden konstruktiv nutzen kann, dass mir jederzeit bewußt werden kann, dass alles mal ein end hat - (nur die wurscht hat zwei) - und ich meine lebensaufgaben gefälligst optimalst erledigen sollterte.

vielleicht verstehe ich ihn und seine aufgaben und absichten deshalb recht gut, weil ich an einem samstag zum erstenmal "hallo welt" gebrüllt habe?keine ahnung, aber samstags bin ich immer gerne bereit "seriös" zu sein.

Freitag, 2. September 2011

freitag - venustag!
venus die göttin der schönheit, der harmonie, der begegnung, des genießens etc........
hier bitte sehr, wir zwei venüsse im zaubergarten fotografiert von einem george cloony verschnitt *giggle* erst hat er im wald einfach mitgetanzt, dann hat er im wirtshaus unser essen bezahlt - und jetzt werden wir ihn nicht mehr los.........!

in diesem garten ist ein kleiner seerosenteich - eher ein tümpel und josefine der wasserscheuen, fiel nix besseres ein als hineinzufallen. jetzt ist sie hellschwarz bis dunkelweiß und stinkt.


und in dieses verwunschene häusl hab ich mich verliebt - es ist muris eigener kleiner und sehr geheimer tempel - keine sorge, er ist gewiss nicht zu finden und wenn doch, kann eh keiner rein.


Donnerstag, 1. September 2011

glückstag





heute ist donnerstag! - -what a surprise!-- juno/jupitertag!
ich persönlich bin ja keine besondere freundin vom jupiter und seinem image aus der vulgärastrologie, nämlich das "große glück" zu symbolisieren.
mir ist er nicht ganz geheuer, denn ich fürchte, dass er mich z.b. liebend gerne verleiten würde lotto zu spielen, mir dann den jack pot zuschanzt, indem sich amende womöglich 100mioeuros befinden und mein lebenstil sich in dem maße verändern täte, dass der dann gar nicht zu mir passen würde und in dem ich weder frei noch glücklich wäre. anders geht es mir da schon mit der juno der "herrscherin"! von ihr lasse ich mich gerne mit reichtum berieseln - mit inneren reichtum versteht sich. mit wissen, mächtigsein, weisheit, selbstsicherheit etc. - und halt mit all den leckeren sachen, die frau so gerne hat.
ich bin schon jetzt glücklich in der vorfreude, denn ich pack mich zusammen und fahre gleich nach reichenau an der rax, treffe dort dann mitten in den zauberbergen muri die schamanin und heilerin.

wir werden dann ein tänzchen mitten im wald wagen, mit der trommel die geister rufen, mit deren hilfe werden wir juno bitten uns, mit was auch immer, zu beschenken.
guter plan? guter plan!

Mittwoch, 31. August 2011

shop hoppen mit merkurius

heute wiederum ist mittwoch also merkurtag. merkurius, gott der händler und diebe *kicher*! manche sehen den "trickster" oder den "magier" im tarot in ihm.
astrologisch symbolisiert er den verstand, das denken an sich und das folgerichtige handeln, sowie die fähigkeit der intelligenten manipulation -und reisen tut er auch gerne.
ich steh auf den typ, und wenn ich ihn in meine mittwochshandlungen mit einbeziehe, gelingt mir so mancher schachzug und es ist auch niemals langweilig.
also bin ich in seiner (imaginären) begleitung quer durch die stadt gezogen, mit der absicht, mir bücher oder klamotten einzuhandeln und dabei clever schnäppchen zu erwischen, also gute geschäfte zu machen.
letztendlich hab ich aber gar nichts gekauft, denn dieses schlitzohr hat mich in einen wahren einkaufstaumel taumeln lassen und ich hab den allerletzten rest meiner ehrbarkeit noch im allerletzten moment retten müssen, nämlich in dem augenblick als ich beinahe ohne zu bezahlen den laden verlassen wollte - und dieses schlitzohr hätte mich auch noch dabei beschützt, denn es ist gar niemand aufgefallen!
wie gesagt, merkurianische inspirationen bringen abwechslung in den grauen alltag von meinereins - nur auf der hut sein ist halt angesagt.

Dienstag, 30. August 2011

marsische impressionen

heute ist dienstag - marstag. ja, ja der rote mars. aggressionsträger numero uno! zurzeit ist er uns nämlich sehr nahe.... geradezu unschicklich nahe....

er steht gut sichtbar in mondnähe( zumindest war er gut sichtbar am 27.8.), und so nahe wird er erst wieder in 2287 jahren sein. kann gut sein, dass ich dann grad nicht inkarniert sein werde und ihn verpasse.

das letzte mal, als er uns so nahe stand war vor etwa 60.000jahren, da hab ich ihn auch verpasst.

die astrolgogen betrachten den mars, nach dem kriegsgott der alten römer benannt, mit gemischten gefühlen und setzen ihn mit starken aggressionen und wenig kontrollierbaren gefühlen gleich und ordnen ihm dem element feuer zu. kräfte und energien sind bekanntlich anarchistisch, denn sie lassen sich nur bedingt bis gar nicht in ein moralisch/ethisch/soziales korsett zwängen. marsische kräfte wirken sowohl konstruktiv als destruktiv - je nach dem kanal durch den sie geleitet werden.

ich selber kann ein lied über marsische kräfte singen, steht der doch in meinem radix in seinem eigenen zeichen widder im ersten haus, was mir ein recht aufplusterbares ego beschert! hilfe!!!!feuer!!!

nun, langer rede gar kein sinn: nomen est omen - heute, dienstag, marstag, kampftag, muskelkrampftag, frustschutztag und vor allem magievermeidetag .... da könnte heut allerhand in die hose gehen....






Sonntag, 28. August 2011

vom geben und vom nehmen

eine geschichte aus uralter zeit:


einem mann wurde die erlaubnis gegeben, noch zu lebzeiten himmel und hölle zu besuchen. zuerst ging er in die hölle und sah eine menge leute an langen tischen sitzen, reich überladen mit speisen und getränken. dennoch hungerten und weinten diese leute. der besucher sah bald den grund dafür: ihre löffel und gabeln waren viel länger als ihre arme, so dass sie die nicht zum mund führen konnten.


dann kam der mann in den himmel, wo er genau die gleiche szene antraf: lange tafeln reich beladen mit köstlichen speisen. auch hier hatten die leute löffel und gabeln, die länger waren als ihre arme, so dass sie sich ebenfalls nicht selber nähren konnten. dennoch waren sie vergnügt und wohlauf. sie versuchten nicht, sich selbst zu essen zu geben. sie gaben einander zu essen.


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*seufz** ich mußte mir diese geschichte vor augen führen, denn ich war heut ein abscheulicher geizkragen. wirklich! ich schäme mich. da standen plötzlich zwei oder gar drei männer vor meiner tür und wollten für irgendwas eine spende und ich hab verweigert. und in der Ubahn-station standen ganz verhuschte frauen mit einer zeitschrift "erwachet" (oder so ähnlich) und ich hab ihnen nix abgekauft und vor den musizierenden bettlern in den bahn bin ich überhaupt abgehauen.


natürlich komme ich mal in die hölle mit den langen löffeln und gabeln. sollte ich aber doch durch einen seltsamen irrweg in den himmel gelangen, dann füttert mich dort sicher niemand, oder die täten mich schon füttern, aber es gibt nix mehr , oder es gibt was, aber es gibt nur fleischiges und ich als vegetarierin verhungere vor der vollen schüssel...es ist zum verzweifeln..... entweder ich ändere mein soziales verhalten oder - ich sterbe einfach nicht hungrig......




Donnerstag, 25. August 2011

kaum heimgekehrt in die wienerische affenhitze - im waldviertel wars auch nicht wirklich angenehmer und aushaltbarer - ereilt mich internetzlich ein ganz persönlicher kulturschock. der thorwald dethlefsen einer der, meiner meinung nach, charismatischesten männer seiner zeit, ist bereits über ein jahr tot und ich habe davon nix mitgekriegt. war der doch damals in den mittleren achtzigern für uns begeisterte "new ageler" so etwas wie eine gallionsfigur.
ich erinnere mich, wie er im knallvollen ausverkauften wiener konzerthaus seinen vortrag hielt. leute die keinen sitzplatz hatten, saßen zu seinen füßen bei ihm auf der bühne um nur ja keine silbe von ihm zu verpassen. er hatte eine wahnsinnig mächtige magische ausstrahlung, seine reden dauerten stunden und er hielt sie ohne manuskript oder spickzettel, sozusagen aus dem stegreif!
meine persönliche erinnerung an ihn richtet sich weniger an den inhalt seiner reden, als an das was währenddessen um mich herum und mit mir geschehen ist.
ich saß nämlich da im theater mitten unter den zuhörerInnen und sah rund um mich wesen aus völlig anderen ebenen und sphären, was weiß ich - geister eben, gespenster, dämonen oder so und die hatten alle etwas mit mir und mit ihm zu tun.
ich erinnere mich gut, dass ich erst dachte: okay, jetzt isses soweit, die "normalos" haben alle recht, durch die esoszene wird man nur verblödet und verrückt, aber mit der zeit hab ich gelernt die dinge einfach geschehen zu lassen und irgendwie zu akzeptieren irgendwie meschugge zu sein.
dethlefsen hat früher schon gesagt, dass, wenn seine aufgabe getan ist, wird er gehen. leider hab ich ihn persönlich viel zu wenig verstanden und deshalb seinen weg nicht verfolgen können.