Donnerstag, 12. November 2009

NICHTS

nichts ist verblüffender als die einfache wahrheit,
nichts ist exotischer als unsere umwelt,
nichts ist fantasievoller als die sachlichkeit.
und nichts sensationelleres gibt es in der welt als die zeit, in der man lebt.

Dienstag, 10. November 2009

gedankenakrobatik?

hätte man sämtliche berge der ganzen welt
zusammengetragen und übereinandergestellt,
und wäre zu füßen dieses massivs
ein riesiges meer, ein breites und tiefs,
und stürzte dann unter donnern und blitzen
der berg in dieses meer -------na, das würd spritzen!

H.E.

Sonntag, 8. November 2009

Das Schaf und die Rosse

so dichteten sie, die alten Indogermanen

Avis akvàsas ka

Avis, jasmin varnà na à ast, dadarka akvams, tam, vágham garum vaghantam, bharam magham, tam, manum àku bharantam. Avis akvabhjams à vavakat: kard aghuntai mai vidanti manum akvams agantam.

Akvàsas á vavakant: krudhi avai, kard aghnutai vividvantsvas: manus patis varnam avisàms svabhjam gharmam vastram avibhjams ka varnà na asti.

Tat kukruvants avis agram à bhugat.

??????????????????????
schande! das ist INDOGERMANISCH und eigentlich die wurzel der deutschen sprache.

es folgt prof. Schleichers übersetzung in die moderne

das Schaf und die Rosse!
Ein Schaf, auf welchem Wolle nicht war( ein geschorenes Schaf), sah Rosse, das eine einen schweren Wagen ziehend, das andere eine große Last, einen Menschen schnell tragend. Das Schaf sprach zu den Rossen: Das Herz wird beengt in mir(es tut mir leid), sehend den Menschen die Rosse treibend.

Die Rosse sprachen: Höre Schaf, das Herz wird beengt in den gesehen-habenden (es tut uns leid, da wir wissen): der Mensch, der Herr macht die Wolle der Schafe zu einem warmen Kleide für sich und den Schafen ist nicht Wolle mehr, sie werden geschoren; es geht ihnen noch schlechter als den Rossen.

Dies gehört habend bog (entwich) das Schaf auf das Feld (es machte sich aus dem Staube).

Dies somit zur kenntnis genommen habend - teutsche sprache schwere sprache - kein wunder bei den verklemmten wurzeln - entweiche auch ich

Donnerstag, 20. August 2009

Glenda

lang ist s her seit ich das letzte mal hier eine frauengeschichte aufgeschrieben hab - es hat sich halt in meinem umfeld nix spannendes oder besser passendes ereignet, aber jetzt ist es zeit die geschichte von meiner lieblings venezianerin Glenda zu erzählen.
Glenda ist seit vielen jahren mit Greg glücklich verheiratet. einzig der kinderwunsch blieb unerfüllt. sie ist mitte dreißig und ihre biologische uhr tickt wie verrückt.
was die beiden nicht alles angestellt haben um zu einem baby zu kommen. angefangen mit hexenzauber, schamanenkunst, voodoo ritualen, über wunderdoktoren und natürlich, als das alles nix genutzt hat, bis zu den segnungen der modernen medizin also sämtliche variationen der künstlichen befruchtung - aber alles vergebens.
also entschliessen sie sich zur adoption. ein wundervoller engel führt sie zu einem neugeborenen himmelsgeschenk dem sie den namen Nathaniel kurz Natto geben. nun kennt ihr glück keine grenzen mehr. Glenda ist die supermamma schlechthin. Natto blüht und gedeiht wird 3 ½ jahre - und plötzlich ist Glenda schwanger! die freude über dieses göttergeschenk ist grenzenlos.
beim üblichen ultraschall stellen die ärzte einen besorgniserregenden makel fest und nach eingehenden untersuchungen und tests ist es ein fataler gen-defekt - das baby wird mit 95% iger sicherheit behindert zur welt kommen.
Greg dreht fast durch, rennt von spezialisten zu spezialisten, schließt sich selbsthilfegruppen von eltern deren kinder mit dem gleichen symptom behindert sind an, u.s.w.
und was tut Glenda? gar nichts. sie nimmt die arzt-diagnose einfach nicht zur kenntnis.
auf dieses problem angesprochen ist ihre antwort: meinem baby geht es gut, es ist gesund.
ich bin die mutter, wenn mit meinem kind etwas nicht stimmen würde, so wüsste ich das. sie ist still in sich gekehrt und einfach glücklich – neun monate lang hält sie sich in diesem fast begnadeten zustand! rundum die familie ist am verzweifelten überschnappen, aber die werdende mamma hält ganz fest an ihrem glauben oder besser an ihrem wissen fest. endlich ist der tag der geburt da, das baby kommt durch kaiserschnitt zur welt.
es ist ein strammer knabe und er ist v ollkommen gesund!!! kein makel, kein defekt, keine behinderung!
mutter und vater sind im glückstaumel, während das baby gesäubert und gewickelt wird läuft Greg schnell aus dem entbindungsraum um die frohe botschaft der bang wartenden familie zu verkünden. als er zurück hastet, fällt Glenda ins koma aus dem sie erst wochen später wieder erwachen wird.
diese wundervolle frau hat ihre ganze ‚puissance’ neun monate lang diesem himmelsgeschenk gegeben und sie hat das schier unmögliche geschafft! jetzt ruht sie sich aus.

Samstag, 11. April 2009

Happy Easterdays!


Mittwoch, 25. März 2009


vermutlich ist sie der modernen, spirituell entwickelten frauenwelt ohnedies ein begriff, Barbara G. Walker; forscherin, historikerin, feministin, schriftstellerin. eine frau die zum denken verführt.mich persönlich inspiriert sie unter anderem dazu, die sogenannte „sicht der dinge“ oder das „andersrumdenken“ also vom linearen zum abstrakten denken immer wieder zu überprüfen.
ihr, meines wissens einziger roman „AMAZONE “ hat es mir ganz besonders angetan. ich empfehle ihn immer wieder, aber offensichtlich ist er längst vergriffen und auch antiquarisch schwer zu bekommen und weil es mir ein bedürfnis ist, werde ich mich bemühen die geschichte teils frei, teils 1:1 aufzuschreiben.AMAZONE der roman- das thema:wie würde wohl eine junge frau aus einem vorchristlichen jahrtausend unsere moderne welt erleben? Antiope – eine schöne, junge, kriegerische amazone vom Schwarzen Meer – findet sich nach einer zeitreise verwirrt und benommen im 20.jahrhundert neben einem amerikanischen highway wieder. sie stammt aus einer mutterrechtlichen kultur, in der die frauen das sagen haben. hilflos, nur mit gürtel, amulettbeutel und schwert ausgestattet, erschreckt über den gestank und die vorbeirasenden blechkisten, wird sie von jugendlichen autofahrern angepöbelt und schließlich angeschossen. die schriftstellerin Diana pflegt sie gesund und versucht herauszufinden, was es mit dem seltsamen mädchen auf sich hat. Antiope, von Diana Ann genannt, lernt die fremde sprache, sie bestaunt die errungenschaften der modernen zivilisation und stellt fragen, die in aller schärfe die absurdität und gefährlichkeit einer frauenfeindlichen welt beleuchten. vor allem die emotionale kälte in der von männern dominierten gesellschaft bereitet dem mädchen aus der matriarchalen kultur schwierigkeiten, die zu manchen mißverständnissen führen.Antiopes erscheinen bleibt natürlich nicht ohne folgen. sprachwissenschaftler und archäologen versuchen das geheimnis ihrer herkunft zu enträtseln. Diana schreibt ein buch über Antiopes leben und kultur. der wirbel, den das buch in der öffentlichkeit auslöst, macht die beiden berühmt….so überraschend wie am anfang gerät Ann/Antiope am ende wieder auf zeitreise, zurück zu ihrem mutterclan. ihr ist, als ob sie einen schlimmen traum gehabt hätte.
(im original wird die ich-form verwendet)
kapitel !
die von der Göttin meines mutterclans erlassenen gesetze verboten einer kriegerin, sich einen mann zu suchen und kinder zu gebären, bevor sie den ersten gegner in der schlacht getötet hatte. die meisten unserer frauen vollbrachten das, noch ehe sie zwanzig waren. ich dagegen tötete meinen ersten Griechen erst mit vierundzwanzig.
damals hatte ich bereits an vielen schlachten teilgenommen. ich hatte meinen feinden wunden beigebracht und selbst einige davon getragen. doch erst in der schlacht des hohen Grases, im winter meines fünfundzwanzigsten jahres, schenkte mir die Göttin mein opfer.
sie waren in großer zahl über uns hergefallen, hatten grenzdörfer überrannt und die meisten mutterclans dort niedergemetzelt. drei frauen war die flucht gelungen, nachdem sie mitansehen mußten, wie ihre kinder getötet worden waren. sie überbrachten die kunde und im morgengrauen waren krieger, männer und frauen, aus dem halben land versammelt um unseren überraschenden gegenangriff zu starten.
+
"Antiope schildert diesen kampf sehr ergreifend und spannend, wie sie mutig auf ihrem geliebten pferd Windsbraut in dieser schlacht kämpft, ihren ersten feind tötet und zuletzt mit ihren clanschwestern und brüdern zwar siegreich hervorgeht aber tragischerweise dabei ihre wunderbare stute auf der strecke bleibt, vom feind schwer verletzt, sieht sie sich gezwungen das tier gnadenhalber durch einen stich in die halsschlagader selbst zu erlösen."
+
die grauenhafte schlacht war vorüber.
das töten des ersten feindes bedeutet so etwas wie einen durchgangsritus für unsere frauen. für mich war es mehr. es war der beginn eines so seltsamen lebens, dass ich selbst nach so langer zeit kaum glauben kann, dass es einmal wirklichkeit war.
**fortsetzung folgt.

Sonntag, 15. März 2009

Hi sisters, that s it!