Freitag, 19. Februar 2010

avignon in photos

ahhhh, grad zurück vom besuch bei nathalie  und ihren traumhaften fotos von la belle avignon, und jetzt bin ich voller prickelnder erinnerungen an meine eigenen aufenthalte in dieser romantischen alten stadt.
 im vergangenen jahr z.b. als ich da war, hat mich neben dem besonderen feeling das avignon ausstrahlt, die idee, mich selber zumindest optisch in eine avigneserin zu verwandeln total begeistert. ich finde ja diese südfranzösischen frauen ganz besonders attraktiv mit ihrer goldfarbenen haut, die noch den maurischen einschlag ahnen lassen....ich komm ins schwärmen!!! (klar, die männer sind auch toll aber weniger goldig *grins*)
also,wie gesagt  mit dem schlachtruf:  "ich will auch so schön sein sein!!!" erstürme ich eine boutique blanche, erstehe einen weißen leinen anzug samt eh klar weißen panama hut - finde mich absolut toll -  tres chic südfranzösisch, und plaziere mich malerisch auf den rand eines der alten brunnen im zentrum.
sehr cool, ganz auf laissez faire schlage ich die beine übereinander, die eh klar weiße häxi zu meinen füßen -  ich lasse die welt auf mich  und mich auf die welt wirken - ein erhebendes gefühl. ich erinnere mich gut......
bis eine dieser bildschönen goldfarbigen bereits mehrmals zu mir her schaut und langsam immer näher auf mich zukommt. ich vermute sehr eitel, dass die mich jetzt für eine eingeborene hält und gleich fragen wird wo ich meinen  anzug oder hut gekauft  hab oder etwas über meinen hund wissen will ......
freundlich lächelnd macht sie mich aufmerksam, dass meine weiße jacke hinten in die gelbgrüne stinkende schlammbrühe des brunnenwassers hängt... pfhhhh!
merde!
........und flugs an die wand geworfen und in schwarze fröschinnen zurückverwandelt.......

Montag, 15. Februar 2010

fettnäpfchen bei fuß

obwohl mich der opernball in wien oder sonstwo nicht wirklich interessiert, gelingt es mir doch so ab und an über ihn oder über einen bericht darüber zu stolpern und manchmal ist so eine meldung ganz amüsant. z.b. wenn eine ehrgeizige new comerin der interviewergilde inmitten  des ballgedänges der französischen dessous designerin  chantal thomass folgende frage in seltsam englischer diktion stellt:
"lingeries is in effect woman underwrapping. do you imagine, is it wrapping to be opened as a man or do you design it for the woman herself?“

Sonntag, 14. Februar 2010

also gut, jetzt weiß ich s!



"männer können nicht nach dem weg fragen und frauen können nicht einparken!"

ich wußte das ja gar nicht!!!
meine ganze kraftfahrerinnen- karriere lang war ich eigentlich eine recht passable einparkerin - bis, ja bis ich erfahren hab, dass frauen nicht einparken können und seitdem kann ichs natürlich auch nicht.
entweder ich steh schief in der parklücke oder zu weit weg vom randstein, oder das loch ist überhaupt viel zu kein, ich suche ein anderes und sehe grad noch im rückspiegel, wie nach mir eine doppelt so große karre wie meine, ruckzuck dort einparkt.

tja, jetzt weiß ich s - vom schlagwort geschlagen!

Mittwoch, 10. Februar 2010

entweder du hast es - oder eben nicht

wie steht es eigentlich mit meinem selbstbewußtsein?  meiner selbstliebe? oder mit meinem so sein? und wie funktioniert das alles praktisch? wie sehr bin ich abhängig von clichè -vorstellungen? wie steht es mit meinem eigener courage zu sein wie ich bin - ohne wenn und aber?
ich bin da ganz "zufällig" auf den blog : http://fraumitbart.wordpress.com/  gestoßen, der mich ein wenig wach rüttelt.
also, ich selber hab zwar, außer ein paar borsten am kinn hie und da, keinen bartwuchs, aber die geschichte der frau mit bart, die ich, nebenbei bemerkt absolut bewundere, bringt mich auf meine eigene (offenbar geringe) selbsteinschätzung und meine eigene (un)fähigkeit zu mir selber zu stehen, nämlich ohne anpassungszwänge, ohne vorgegebenen schönheitsvorschriften „so oder so hat frau auszusehen und so oder so hat frau sich anzupassen“ etc.
wie gesagt, bei mir persönlich ist  nicht der bart das problem, bei mir ist es mein alter mit dem ich nicht wirklich klar komme.
 rationell in meinem kopf, im logos sozusagen, ist alles klar und ich weiß wie alt ich bin und das ist gut so und in ordnung und ich bin froh und stolz auf meine erfahrungen, meine fähigkeiten, meine energie und so weiter, aber kaum sehe ich unabsichtlich in einen spiegel, erschrecke ich – ich sehe tatsächlich so alt aus wie ich wirklich bin und dass das auch jeder sehen kann,  und ich tue dann alles um diese tatsache zu verstecken/verschleiern, also mich selbst zu belügen und bin obendrein absolut nicht glücklich darüber - und flugs arbeite ich wie wild, um mich meinen eigenen wunsch-vorstellungen (oder den der anderen)  anzupassen. total bescheuert.
früher waren es ein paar überschüssige kilos oder andere unsinnigkeiten halt, die ein ähnliches dilemma ausgelöst haben. gut da war ich jung und unerfahren – aber jetzt heutzutage?
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ich sollte doch jetzt tatsächlich genug selbstsicherheit und weisheit besitzen, zu mir und meiner körperlichkeit, so wie ich bin und nicht wie ich gerne sein möchte, zu stehen und sollte endlich erkennen, dass das einzige was ich seele in diesem leben bewohnen werde, genau dieser körper ist..............


tja, die frau mit bart und ihre geschichte sind mir zurzeit nicht ....äh...wurscht?





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Donnerstag, 12. November 2009

NICHTS

nichts ist verblüffender als die einfache wahrheit,
nichts ist exotischer als unsere umwelt,
nichts ist fantasievoller als die sachlichkeit.
und nichts sensationelleres gibt es in der welt als die zeit, in der man lebt.

Dienstag, 10. November 2009

gedankenakrobatik?

hätte man sämtliche berge der ganzen welt
zusammengetragen und übereinandergestellt,
und wäre zu füßen dieses massivs
ein riesiges meer, ein breites und tiefs,
und stürzte dann unter donnern und blitzen
der berg in dieses meer -------na, das würd spritzen!

H.E.

Sonntag, 8. November 2009

Das Schaf und die Rosse

so dichteten sie, die alten Indogermanen

Avis akvàsas ka

Avis, jasmin varnà na à ast, dadarka akvams, tam, vágham garum vaghantam, bharam magham, tam, manum àku bharantam. Avis akvabhjams à vavakat: kard aghuntai mai vidanti manum akvams agantam.

Akvàsas á vavakant: krudhi avai, kard aghnutai vividvantsvas: manus patis varnam avisàms svabhjam gharmam vastram avibhjams ka varnà na asti.

Tat kukruvants avis agram à bhugat.

??????????????????????
schande! das ist INDOGERMANISCH und eigentlich die wurzel der deutschen sprache.

es folgt prof. Schleichers übersetzung in die moderne

das Schaf und die Rosse!
Ein Schaf, auf welchem Wolle nicht war( ein geschorenes Schaf), sah Rosse, das eine einen schweren Wagen ziehend, das andere eine große Last, einen Menschen schnell tragend. Das Schaf sprach zu den Rossen: Das Herz wird beengt in mir(es tut mir leid), sehend den Menschen die Rosse treibend.

Die Rosse sprachen: Höre Schaf, das Herz wird beengt in den gesehen-habenden (es tut uns leid, da wir wissen): der Mensch, der Herr macht die Wolle der Schafe zu einem warmen Kleide für sich und den Schafen ist nicht Wolle mehr, sie werden geschoren; es geht ihnen noch schlechter als den Rossen.

Dies gehört habend bog (entwich) das Schaf auf das Feld (es machte sich aus dem Staube).

Dies somit zur kenntnis genommen habend - teutsche sprache schwere sprache - kein wunder bei den verklemmten wurzeln - entweiche auch ich