Dienstag, 2. Dezember 2008

Ahnentopf


Es gab mal in Wien vor einigen Jahren den seltsamen Afro-Laden „Akuaba“. Jedesmal, wenn ich dort eingekauft habe, und das geschah ziemlich häufig, denn die senegalesische Verkäuferin und ich hatten jede Menge Spaß miteinander, wir mochten uns und wenn keine anderen Kunden im Laden waren, so verfielen wir ziemlich ausgelassen in wilde Sabar- Tanzorgien…..aber das ist eine andere Geschichte, na, jedenfalls, zeigt sie mir eines Tages diese Kalebasse (Foto) und erzählt mir, dass bei ihr zu Hause der ganze Geldbesitz in so einem, den AhnInnen geweihten Topf, ausschließlich von Mama und Großmama verwaltet würde. Es wird da nicht groß nachgeschaut oder nachgezählt wie viel drin ist, sondern die Frauen in ihrem Stamm wüssten, dass die Ahnen für sie sorgen und immer genug im Topf wäre.Hat mich diese Geschichte schon mächtig fasziniert, und natürlich nahm ich das Kalebassen-Ding gleich mit, aber wie erstaunt war ich erst , als ich damals anschließend beim Frauenbuchladen vorbeikomme und nach einem Blick in Luisa Francia’s „Steinreich“ ein ganzes Kapitel über afrikanische Ahnentöpfe drin finde und ein zwei Stunden später erzählt im Bayrischen Fernsehen wieder die Luisa Francia über die magischen Fähigkeiten ihres eigenen Ahnentopfs und wie sie drauf schwört. Bisserl viel an einem Tag, was?Seit diesem Tag steht diese Kalebasse als mein persönlicher AhnInnentopf auf meinem Altar und arbeitet nach dem Prinzip meines Vertrauens an die Geister. Was soll ich sagen, keine Ahnung wie, aber es funktioniert!

Keine Kommentare: