Dienstag, 2. Dezember 2008

Frühling in Prag

Aber wenn zum Lebenstanzfest 9 Göttinnen ganz nach dem Vorbild Vilas, der tschechischen Göttin aller Verwandlungskünste, als Menschinnen verkleidet, wild entschlossen und mit der festen Absicht diese feminine Kraft der Stadt aufzuspüren, sie zu erfahren und geradezu herausfordernd erobernd durch die Straßen ziehen, auf Bahnhöfen im Kreis die Hora tanzen, ihrer Ahninnen auf Friedhöfen rituell gedenken, mit den Bäumen reden, sie einspinnen und unter ihnen meditieren, ihre kleinen Opfergaben an Mutter Erde verteilen, um ganz selbstverständlich und öffentlich diese weiblichen Urkräfte zu tanken, ja, das finde ich mehr als bemerkenswert, sensationell klar und - absolut selbstverständlich.Also hier sind sie, die 9 „Göttinnen“ auf der Karlsbrücke bevor sie 9 blutrote, wundervolle, taufrische, mit Erinnerungsbändern geschmückte Rosen samt ihren Wünschen und Zaubersprüchen der Wasser - Ahnin "Moldau" übergeben.Und weil herzlich und viel gelacht, geschmaust und gealbert wird, freu ich mich dabei, und eine von ihnen gewesen zu sein.Im Alchemistengässchen, wo einst und wohl auch jetzt noch Zauberer, Magier und die begabtesten Hexen ihre geheimen Künste ausüben, konnte ich doch tatsächlich nicht widerstehen einen Blick in die Kristallkugel zu riskieren.Und was verkündet die Kugel ???????

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